Unsere Margarethenkirche in Römershofen
Die barocke Kirche ist mit rund 500 Jahren eine der ältesten im Landkreis Hassberge - und die einzige mit einem echten gotischen Wehrturm, der aus dem Jahre 1492 stammt.
St. Margaretenkirche (Margaretenkirche, St. Margaret, St. Margareth) heißen Kirchen, die der Heiligen Margaret, vor allem der Margaret von Antiochia, aber auch Margareta von Schottland oder Margareta von Ungarn geweiht sind.
Die Lokalität „bei den Höfen des Reimer“ wurde im Laufe der Zeit RÖMERSHOFEN genannt, es besteht deshalb keinerlei Bezug zu den Römern.
Die erste Erwähnung befindet sich 1303 bzw. 1313 im Lehensbuch des Würzburger Bischofs Gottlieb von Hohenlohe.
Gemäß dem Staatsvertrag zwischen dem Großherzogtum Würzburg und dem Herzogtum Sachsen-Hildburghausen wurde 1807 Römershofen, das zuvor zum sächsischen Amt Königsberg gehörte, an Würzburg abgetreten.
Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Römershofen an die Stadt Königsberg in Bayern eingegliedert.
Das Grabfeld und der Haßgau gehörten schon früh zum Sprengel des 741 gegründeten Bistums Würzburg. Die frühe kirchliche Organisation fand über Urpfarreien statt. Die älteste Pfarrei scheint Hofheim (Patrozinium: Johannes der Täufer) zu sein. Vor 1105 wird hiervon Schweinshaupten als adelige Patronatspfarrei abgetrennt. 1047 hat Friesenhausen auch bereits eine eigene Pfarrei. Die zweite große Urpfarrei in den Haßbergen war Pfarrweisach.
Ermershausen wird 1300, Birkach 1348, Burgpreppach 1383 selbständig. Ein weiterer kirchlicher Mittelpunkt war die Urpfarrei Rügheim (Patrozinium: Maria), deren Sprengel sich etwa mit der hennebergischen Zent Königsberg deckte. Der Sprengel von Rügheim zerfällt nach und nach als Fuldaer Grundbesitz im Nassachtal an Klöster und Adelige. 1363 wird in Königsberg ein Augustinerkloster gegründet und übernimmt die Seelsorge von Hellingen, Römershofen und Unter,- und Oberhohenried und Sylbach. Goßmannsdorf löst sich 1353, Unfinden 1394, Humprechtshausen, Kleinsteinach, Kleinmünster, Mechenried 1407 und Holzhausen 1420 von Rügheim. Im oberen Nachssachtal lag die Urpfarrei Wettringen. Sehr früh, d.h. wahrscheinlich im 12. Jahrhundert konnte sich Altenmünster lösen. Wetzhausen wurde 1407, Aidhausen 1453, Mailes und Nassach spätestens 1465 und Happertshausen 1498 selbständige Pfarreien.
Fast alle Pfarreien und Gemeinden im Dekanatsbezirk haben eine lange evangelische Tradition seit der Reformationszeit. Die damaligen Herrschaftsträger waren die Luther zugeneigten Wettiner, die katholischen Hochstifte Bamberg und Würzburg sowie überwiegend der Reformation zugewandte freie Reichsritterschaft des Landes Franken, die im Kanton Baunach organisiert war. 1400 fiel das Amt Königsberg an den Landgrafen Balthasar von Thüringen aus dem Haus Wettin. Es bildete vom Stammland der Pflege Coburg getrennt eine Exklave von der wiederum Erlsdorf und später Nassach abgesprengte Teile darstellten. In allen Amtsortschaften hat sich früh, d.h. zwischen 1523 und 1525 die Reformation durchgesetzt.
Königsberg war seit 1523 Luther zugewandt. Im Jahr 1525 wurde die Pfarreien Rügheim, Holzhausen, Unfinden, Hellingen und Unterhohenried der Superintendur Königsberg unterstellt und aus der Diözese Würzburg herausgelöst. Die Superintendur Königsberg selbst wurde der Generalsuperintendur Coburg untergeordnet. Der letzte Abt des Augustinerklosters in Königsberg wird nah Auflösung des Klosters 1526 erster evangelischer Pfarrer in Rügheim.
Im gesamten Kurfürstentum Sachsen wurde Luthers Lehre 1528 zur Landesreligion bestimmt. Das Amt Königsberg wurde vor dem Dreißigjährigen Krieg durch Zukäufe beträchtlich erweitert. 1614 wurden Güter in Hellingen, Unfinden, Altershausen und Köslau erworben. 1618 wurden das Rittergut Dörflis und Kottenbrunn erworben. Zwischen Würzburg, Sachsen und der Ritterschaft kam es jahrzehntelang, gerade in der Zeit der Gegenreformation zu Rechtsstreitigkeiten, die nach langen Verhandlungen zu einer grundlegenden Neuregelung der Rechte auf allen Ebenen 1696 im Haßfurter Rezess erfuhren und zu einem Kondominat führten. Betroffen waren hiervon die elf Ganerbendörfer Altershausen, Hellingen, Holzhausen, Junkersdorf, Kleinmünster, Oberhohenried, Römershofen, Rügheim, Sylbach, Uchenhofen und Unfinden. In Unterhohenried blieb nach erfolgreicher Gegenreformation 1558 nur noch die Kirche evangelisch, das Pfarramt wurde nach Oberhohenried verlegt. Die sächsische Exklave Nassach war ab 1450 eine eigene Pfarrei und befand sich bis zur Auflösung des Klosters Sonnefeld im Zuge der Reformation 1525 in dessen Besitz. Südlich des Maines hatte Sachsen Rechte in den Orten Eschenau und Westheim, in denen der sächsische Bevölkerungsanteil um 1530 evangelisch wurde.